1. Was macht unsere Schule aus?

1.1 Statistische Angaben

Die Katholische Grundschule Lüttringhausen besteht seit 1922. Sie ist eine durch Ratsbeschluss auf zwei Züge begrenzte Angebotsschule und wird seit 2003 als Offene Ganztagsgrundschule geführt. Der Schulbezirk umfasst den Stadtteil Lüttringhausen. Mit ihren ca. 100 Schülerinnen und Schülern und den fünf Lehrerinnen ist sie eine überschaubare Einrichtung, in der jede Lehrerin jede Schülerin und jeden Schüler kennt. Das kleinstädtische Einzugsgebiet bestimmt die persönliche Atmosphäre der Schule.

Das Schulgebäude birgt genügend Platz für alle Klassen. Ein Raum für Feiern und Veranstaltungen ist 2005 im errichteten Anbau der OGS für zwei Gruppen entstanden. Zwei Gruppenräume, davon einer als Computerraum und einer als Selbstlernraum eingerichtet, bieten darüber hinaus Möglichkeiten für äußere Differenzierung und Lerngruppen.

Die Klassenstärken in der KGS liegen im Moment zwischen 24 und 28 Kindern.

An unserer Schule findet der Herkunftssprachliche Unterricht in Italienisch statt, an dem auch italienische Kinder der anderen Lüttringhauser Grundschulen teilnehmen.

 

1.2 Katholische Bekenntnisschule

Da es sich bei der KGS um eine Konfessionsschule handelt, nehmen alle Schülerinnen und Schüler am katholischen Religionsunterricht teil. Aus dem katholischen Selbstverständnis heraus fühlen wir uns verpflichtet:

  • bei den Schülerinnen und Schülern die Frage nach Gott zu wecken.
  • den Schülerinnen und Schülern zu einem vertieften Selbstverständnis in Beziehung zu Gott, zu Anderen und zur Schöpfung zu verhelfen.
  • die Schülerinnen und Schüler zur Achtung gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen zu befähigen.

Um die Kinder mit den praktischen Ausdrucksformen von Religion und Glauben vertraut zu machen, pflegen wir ein besonderes Verhältnis zur Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz. Wir gestalten mit den Kindern in Zusammenarbeit mit dem Pastor der Gemeinde Gottesdienste zu den christlichen Festen. Diese (Erntedank, St. Martin, Advent, Karneval, Fastenzeit, Ostern und Dankgottesdienst zur Erstkommunion) prägen den Ablauf des Schullebens im Besonderen. Auch die Einschulung der Neulinge und die Entlassung der Kinder des vierten Schuljahres feiern wir mit einem Gottesdienst. Zusätzlich besuchen die 3. und 4. Schuljahre einmal im Monat einen Schulgottesdienst.

Kontaktstunden mit dem Pastor oder den Gemeindereferenten und Besuche in der Kirche - außerhalb des Gottesdienstes - finden regelmäßig nach Absprache statt. Besonders schöne Früchte solcher Kirchenbesuche sind dann z.B. der von Schülerinnen und Schülern selbst hergestellte Kirchenführer für Kinder (siehe Anhang).

Häufig benutzen wir auch das Jugendfreizeitheim der Gemeinde für Feiern, Einschulung, Vorlesewettbewerb und dergleichen mehr. Viele unserer Schülerinnen und Schüler und deren Familien nehmen an den Aktivitäten der Gemeinde teil.

Um unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben „Weltbürger“ zu sein, unterstützen wir die Misereor Kinderfastenaktionen in der Oster- und Weihnachtszeit, und die Sternsingeraktion zum Jahreswechsel. Die Kinder erhalten Einblick in Lebenssituationen anderer Kinder auf dieser Welt und können selbst unterstützend helfen. Des weiteren werden die in unserer Musischen Woche im November/Dezember hergestellten Produkte von unseren Schülerinnen und Schülern im Freundes- und Familienkreis verkauft und das Geld wird seit einigen Jahren für das Kinderhospit Burgholz, Wuppertal, gespendet. Unsere Kinder sind mit großem Eifer dabei und freuen sich auf Post aus Wuppertal.

 

1.3 Offene Ganztagsgrundschule

Kinder und Jugendliche sind Ziel und Mittelpunkt des Handelns der Katholischen Jugendagentur (KJA) Wuppertal gGmbH. Junge Menschen werden in der kirchlichen Jugend- und Jugendsozialarbeit nicht nur als Adressaten, sondern als eigene Subjekte ernst- und wahrgenommen.

Als anerkannter Träger der Jugendhilfe wollen wir mit unserem Angebot im Bereich der OGS zur angemessenen Förderung und positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Neben der qualitativen Betreuung und Förderung von Schulkindern im Primarbereich ist ein konzeptioneller Leitgedanke unserer Angebote die Beteiligung verschiedener Angebotsträger an der Ganztagsbetreuung. Hierbei gilt unser besonderes Augenmerk der sozialräumlichen Orientierung und der Kooperation mit katholischen Trägern.

Die OGS ermöglicht einen Zugewinn an Zeit für Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- und Freizeitgestaltung durch eine enge Verzahnung von schulischen und außerschulischen Lern- und Förderangeboten. Die Betreuung im Rahmen des Offenen Ganztags leistet über die bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Erziehungsarbeit. Schulkinder brauchen Bildungschancen, wobei unter „Bildung“ mehr als schulisches Lernen und weit mehr als die Vermittlung von Wissen zu verstehen ist. Sie umfasst die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit, die aktive Teilhabe an der Gesellschaft sowie die Vorbereitung auf künftige Lebens- und Lernabschnitte.

Sowohl für die konzeptionelle und inhaltliche Ausgestaltung der Angebote als auch die für deren Durchführung erforderliche personelle Besetzung trägt die KJA Wuppertal gGmbH die Verantwortung. Dabei ist eine fortlaufende Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns selbstverständlich. In der OGS an der KGS Lüttringhausen arbeiten verschiedene pädagogische Mitarbeiter sowie eine Küchenkraft.

Die Ganztagsbetreuung in Trägerschaft der KJA Wuppertal gGmbH umfasst folgende Schwerpunkte:

-   Verlässliche Betreuung der Schulkinder an allen Unterrichtstagen und an unterrichtsfreien Tagen, sowie bedarfsorientiert in den Schulferien.

-   Altersgerechtes Spielangebot und die Gewährleistung von Erholungsphasen nach dem Unterricht.

-   Gemeinsames Mittagessen in überschaubaren Tischgruppen als gemeinschaftsfördernde und kommunikative Aktivität.

-   Lernzeiten zu fest vereinbarten Zeiten, in ruhiger Atmosphäre und mit Unterstützung von Lehrern/ Lehrerinnen der Schule.

-   Freizeit-, Förder- und projektbezogene Angebote.

-   Zusammenarbeit, Mitwirkung und Qualitätssicherung durch Kooperation von Schule, OGS-(Maßnahme-) Träger und Elternschaft.

-    Nachmittag- AG`s in den Bereichen Musik, Sport & Bewegung, Kreativität, Entspannung sowie weiterer Förderbereiche

Besonderheiten:

-         Freitags keine Hausaufgaben & AGs, stattdessen Geburtstagsfeiern, Kinderkonferenzen und freie Zeitgestaltung.

-         Religionspädagogische Projekte u.a. mit der kath. Kirchengemeinde St. Bonaventura und Heilig Kreuz

-         abwechslungsreiche Ferienbetreuung, ausgenommen 3 Wochen Sommerferien und die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr

-         Morgens wird ein Frühstückssnack bereitgestellt und Getränke stehen den Kindern tagsüber kostenlos zur Verfügung

-         der gewählte Elternrat trifft sich regelmäßig mit OGS-Leitung und OGS-(Maßnahme-)Träger

 

Im Rahmen des Ferienprogramms finden zahlreiche Ausflüge, so z.B. zum Naturgut Ophoven, ins Freilichtmuseum Hagen, oder in den Zoo statt sowie mehrtägige themenorientierte Projekte (bspw. Sport, Ernährung, Kunst …).

 

 

2. Was ist uns wichtig an unserer pädagogischen Arbeit?

2.1 Ziele unserer pädagogischen Arbeit

In unserem Unterricht und in der nachmittäglichen Betreuung wollen wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, Zuversicht und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu erwerben und außerdem Anstrengungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft und Ausdauer zu entwickeln. Gleichzeitig wollen wir die Bereitschaft und Fähigkeit fördern, das eigene Lernen zielgerichtet zu gestalten. Besonders wichtig ist uns die Förderung von gemeinschaftlichem Lernen. Dazu müssen soziale und persönliche Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Rücksichtnahme und Verantwortungsbereitschaft sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit angebahnt werden.

Gemäß der christlichen Orientierung unserer Schule ist die Wertschätzung jedes einzelnen Menschen mit all seinen Fähig- und Fertigkeiten, aber auch seinen menschlichen Schwächen, besonders wichtig. Daraus ergibt sich, dass jeder Einzelne in seiner Persönlichkeit so angenommen wird wie er ist, aber er muss auch die Rechte und Gefühle seiner Mitmenschen anerkennen. Durch erziehenden Unterricht sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler, tragfähige christliche und demokratische Wertvorstellungen zu entwickeln, um sie zu einem friedlichen und verantwortlichen Miteinander zu befähigen.

 

2.2 Unser Weg zum neuen Leitbild (ab 2. HJ. 2009/2010)

2.2.1 Weiterentwicklung des Leitbildes

Um diese Ziele allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft transparent zu machen, begab sich das Lehrerinnenkollegium gemeinsam mit den MitarbeiterInnen unserer OGS und auch den Schülerinnen und Schülern auf den Weg, ein neues Leitbild mit Inhalt zu füllen und zu formulieren. So dachten wir zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 erneut über das bestehende Leitbild unserer Schule nach. Wir beobachteten, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich unter dem Leitbild der Schule nichts Konkretes vorstellen konnten, geschweige denn, dass sie das in der Eingangshalle ausgehängte Leitbild wiedergeben konnten. Immer wieder gab es auch Probleme mit der Umsetzung des Leitbildes während der nachmittäglichen Betreuung, da einzelne Kinder und Eltern meinten, diese Regeln des Zusammenlebens gelten nur im Vormittagsbereich.

Im Deutsch- und Sachunterricht, vor allem aber auch im Religionsunterricht und in verschiedenen Arbeitsgruppen der OGS wurde mit den Schülerinnen und Schülern überlegt, welches die Voraussetzungen für gelungenes miteinander Lernen und Leben sind. Immerhin verbringen unsere Schülerinnen und Schüler einen Großteil ihrer Zeit bei uns in der Schule.

Nun ging es eifrig zur Sache, denn obwohl die Kinder grundsätzlich eine große Einsichtsfähigkeit in die Problematik hatten, war es dennoch nicht ganz einfach, sich auf bestimmte Punkte zu einigen, so dass z.B. sich dabei nicht zu viele, sich überlagernde Regeln ergaben. Immer wieder mussten wir Erwachsenen eingreifen und die Flut der Ideen an Überschaubarkeit und Durchführbarkeit anpassen.

Schließlich kam es zu einem Konsens bezüglich aufzustellender Regeln, mit deren Hilfe eine Gemeinschaft gut zusammenleben und sich außerdem noch fortentwickeln kann. Zur Hilfe kam uns dann schließlich noch die Geschichte von Swimmy, die allen Kindern der Schule aus dem Religionsunterricht bekannt ist, die sie sehr mögen und die auf einfache Weise veranschaulicht, welche Vorteile sich aus dem Leben in Gemeinschaft ergeben.

Hier nun kurz die Geschichte von Swimmy von Leo Lionni:

Irgendwo in der Ecke des Meeres lebte einmal ein Schwarm kleiner, glücklicher Fische. Sie waren alle rot. Nur einer von ihnen war schwarz. Aber nicht nur in der Farbe unterschied er sich von seinen Schwestern und Brüdern: Er schwamm auch schneller. Sein Name war Swimmy. Eines schlimmen Tages kam ein Thunfisch in diese Ecke des Meeres gebraust, ein schneller, grimmiger überaus hungriger Bursche. Er verschlang alle kleinen roten Fische mit einem einzigen Maulaufreißen. Nur ein Fisch entkam ihm. Das war Swimmy. Erschrocken, traurig und einsam wedelte der kleine Swimmy hinaus ins große, große Meer. Nun ist das Meer aber voller wunderbarer Geschöpfe, die Swimmy in seiner heimatlichen Meeresecke nie gesehen hatte. Als der große Ozean ihm Wunder um Wunder vorführte, wurde er bald wieder so munter wie ein Fisch im Wasser. Dann jedoch glaubte Swimmy seinen Augen nicht zu trauen: Er sah einen Schwarm kleiner roter Fische. Hätte er nicht gewusst, dass sein eigener Schwarm verschlungen und verschwunden war: Er hätte die Fische für seine Schwestern und Brüder gehalten. „Kommt mit ins große Meer!“, rief er ihnen munter zu. „Ich will euch dort viele Wunder zeigen!“ „Geht nicht“, antworteten die kleinen roten Fische ängstlich. „Dort würden uns die großen Fische fressen.“ Die Antwort der kleinen Fische machte Swimmy nachdenklich. Er fand es traurig, dass der Schwarm sich nie hinaus ins offene Meer trauen durfte. „Da muss ich mir was ausdenken!“ dachte er. Und er dachte nach. Er überlegte und überlegte. Und endlich hatte er einen Einfall. „Ich hab`s!“ rief er fröhlich. „Lasst uns etwas ausprobieren!“ Da Swimmy den kleinen Fischen gefiel, befolgten sie seine Anweisungen: Sie bildeten einen Schwarm in einer bestimmten Form. Jedes Fischchen bekam darin seinen Platz zugewiesen. Als der Schwarm diese bestimmte Form angenommen hatte, da war aus den vielen kleinen Fischen ein großer Fisch geworden, ein Fisch aus Fischen, ein Riesenfisch! Es fehlte dem Fisch nur das Auge. Also sagte Swimmy: „Ich spiele das Auge.“ Jetzt traute sich der Schwarm endlich hinaus ins offene Meer, hinaus in die große Welt der Wunder. Niemand wagte mehr, sie zu belästigen. Im Gegenteil: Selbst die größten Fische nahmen vor dem Schwarm Reißaus. Und so schwimmen viele kleine Fische, getarnt als Reisenfisch, immer noch glücklich durch das Meer, und Swimmy fühlt sich in seiner Rolle als wachsames Auge sehr, sehr wohl.

(aus dem gleichnamigen Bilderbuch, Gertraud Middelhauve Verlag, Köln)

 

Da diese Geschichte den Kindern so vertraut ist, spielen die Größeren den Kleineren diese Geschichte gerne zum Schulanfang vor. So auch im jetzigen Schuljahr, als die Viertklässler den Erstklässlern versprachen, für sie "Swimmy zu sein", als Paten.

So entschieden wir uns, die neu aufgestellten und gestrafften Regeln zum gelungenen täglichen Zusammenleben und Zusammenlernen in Form eines Fischschwarms, der wiederum die Gestalt eines großen Fisches hat, zu präsentieren. Dieses Bild entstand dann in unserer Comic-AG der OGS unter Mitarbeit von Herrn Wunsch, dem künstlerischen Leiter der AG.

In jedem kleinen Fisch steht nun eine der Hausregeln. Allen Kindern war natürlich sofort klar, dass das Auge des Fisches, also Swimmy selbst, einen besonderen Text bekommen sollte. Unsere ganzen Ideen packten wir in einen Reim. Er stellt nun die Essenz unserer Schulregeln als neues Leitbild, dem sich alle unterzuordnen haben, dar. Ganz klar können wir an unserer Schule mit ihrer speziellen christlichen Ausrichtung als Erwachsene und Kinder diesem Leitbild folgen. Dieses Leitbild soll uns nun Sicherheit und Orientierung im täglichen Umgang miteinander geben. Es soll auch auf das für unsere Gesellschaft so überlebenswichtige und doch im Schwinden begriffene gemeinschaftliche Tun hinweisen, das uns auch bei unserer täglichen Arbeit, dem Lernen, behilflich ist. Der Vorteil der gewählten Reimform ist darin zu sehen, dass sich der Inhalt unseres Leitbildes wunderbar nachhaltig einprägt.

Das neue Leitbild haben wir nun in Form eines Plakates in den verschiedenen Gebäudeteilen unserer Schule veröffentlicht. Es hängt nicht nur auf jeder Etage, sondern selbstverständlich auch in der OGS und macht durch dieses äußere Zeichen die innere Einheit und Zusammengehörigkeit von Schule und OGS für jeden ganz deutlich.

Unser Konzept

Um die uns selbst gesetzten vielfältigen Ziele unserer pädagogischen Arbeit zu erreichen, ist es notwendig, wo immer möglich von Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder auszugehen. Da Kinder ihre Lebenswelt ganzheitlich erleben, muss fachliches und fächerübergreifendes Lernen kombiniert werden.

Im Fachunterricht wollen wir die Kinder mit fachlichen Arbeitsweisen vertraut machen, um sie in die Lage zu versetzen, selbstständig zu lernen. Fächerübergreifendes Lernen zu einzelnen Themen oder in Projekten soll sie befähigen in Zusammenhängen zu denken, ihr Wissen und Können in vielfältigen Situationen zu nutzen und den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.

Jeder Unterricht muss darüber hinaus die sprachlichen Fähigkeiten aller Kinder weiter fördern. Lese – und Schreiberziehung und der verstehende Umgang mit Texten sind für uns deshalb leitende Prinzipien des gesamten Unterrichts. Um die Ziele zu erreichen, bedürfen Kinder mit Sprachmängeln besondere Förderung. Dies betrifft nicht nur Kinder mit Deutsch als Zweitsprache sondern auch Kinder mit Defiziten in ihrer Muttersprache Deutsch.

Zur Erreichung dieser Ziele wollen wir den Schülerinnen und Schülern im Unterricht sowohl Gelegenheit zum Lernen in angeleiteter Form als auch in offenen Lernformen bieten, sie zum individuellen und gemeinsamen Lernen anregen und dabei unterstützen.

 

2.3 Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums

Das Erreichen dieser Ziele erfordert eine intensive Zusammenarbeit. In wöchentlich stattfindenden Treffen – Lehrerkonferenzen, Fachkonferenzen, Jahrgangsstufensitzungen, Teamsitzungen – diskutieren wir regelmäßig, tauschen Beobachtungen, Erfahrungen und Probleme aus und treffen Absprachen zum Curriculum. Darüber hinaus werden in diesen Gremien Konzepte erarbeitet, Projekte entwickelt und Vorlagen für die Mitbestimmungsorgane vorbereitet.

Besonders eng ist die Zusammenarbeit zwischen den Lehrern einer Jahrgangsstufe. Projekte, Unterrichtsreihen und Klassenarbeiten werden gemeinsam erarbeitet, vorbereitet und durchgeführt. Dieses Vorgehen ermöglicht auch eine sinnvolle Gestaltung des Vertretungsunterrichts.

 

2.4 Schule als Lebens- und Erfahrungsraum

Ein reichhaltiges gestaltetes und anregendes Schulleben unterstützt den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule und erweitert die Formen und Möglichkeiten des Lernens. Schule ist für Schülerinnen und Schüler immer auch Lebens- und Erfahrungsraum, der ihr Denken und Handeln beeinflusst.

Es ist uns deshalb wichtig, dass die Kinder in unserer Schule gegenseitige persönliche Zuwendungen und offenen mitmenschlichen Umgang erfahren und dadurch lernen vertrauensvolle Bindungen zu Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften und anderen am Schulalltag beteiligten Personen aufzubauen. Durch solche Erfahrungen erlangen unsere Schülerinnen und Schüler Sicherheit und Geborgenheit und ihre Fähigkeiten und Bereitschaften zu sozialem Handeln werden gefördert.

Sie sollen durch gemeinsame Feste Gemeinschaft erfahren, miteinander feiern und Traditionen pflegen. Durch die Mitgestaltung unserer Veranstaltungen lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen.

Neben den an allen Schulen üblichen Veranstaltungen – Sportfest, Schulfest und Projektwoche (im Wechsel) – finden an unserer Schule folgende Veranstaltungen zusätzlich statt:

  • Gottesdienste zu den verschiedenen christlichen Festen, zur Einschulung und Verabschiedung
  • Erntedanktag mit gemeinsamem Kochen und Essen
  • musische Projektwoche zu Beginn der Adventszeit im Klassenverband
  • Zirkusprojekt (alle vier Jahre)
  • traditioneller Martinszug mit allen Lüttringhauser Grundschulen
  • gemeinsame Karnevalsfeier in der Turnhalle
  • gemeinsame Weihnachtsfeier
  • Patenschaften der Viertklässler über die Erstklässler

Darüber hinaus macht jede Klasse Klassenausflüge, Klassenfeste und gestaltet den Klassenraum.

Die regelmäßig unterstützende Tätigkeit der Eltern bei diesen Veranstaltungen prägt das Schulleben entscheidend mit, dadurch wächst auch die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule.

 

2.5 Zusammenarbeit mit den Eltern

Kinder lernen erfolgreicher, wenn sie von Schule und Eltern gemeinsam unterstützt werden. Wir sehen die Beteiligung der Eltern und ihr Engagement für schulische Aufgaben in Übereinstimmung mit den Richtlinien als wesentliche Bedingungen für den Erfolg unserer schulischen Arbeit an.

Die Eltern werden in die Bildungsarbeit der Schule einbezogen. Die Zusammenarbeit zwischen der Elternschaft und Schule bezieht sich einerseits auf die Mitwirkungsgremien – Schulkonferenz, Schulpflegschaft und Klassenpflegschaft (siehe Anlagen mit Info-Blatt) – andererseits aber auch auf klasseninterne Veranstaltungen – Stammtische, Klassenfeiern, Klassenfahrten. Gerne sehen wir auch Eltern im Schulvormittag als ehrenamtliche Lesebegleiter.

Daneben führen wir viele Einzelgespräche mit Eltern. Dabei informieren wir sie nicht nur über die Bewertungskriterien und den Leistungsstand des Kindes, sondern es liegt uns auch an einem Austausch über die Arbeit und das Verhalten des Kindes.

Im Bedarfsfall werden Vereinbarungen über Erziehungsziele getroffen und wechselseitige Pflichten festgelegt. Lehrer und Eltern treffen Absprachen zum Verhalten und vereinbaren Förderpläne für die häusliche Förderung. Darüber hinaus werden Wege zu Fachleuten in außerschulischen Beratungs- und Fördereinrichtungen gemeinsam besprochen. Diese Vereinbarungen werden in weiteren Gesprächen überprüft und gegebenenfalls erweitert oder verbessert, so dass es zu einem kontinuierlichen Austausch zwischen Eltern und Lehrern kommt (siehe auch Beratungs-Konzept).

 

2.6 Unser Schulverein

Der Schulverein unserer Schule unterstützt und gestaltet Elemente des Schullebens selbstständig, wie z.B. die Organisation des Martinszuges, Basteln von Schultüten für die Schulneulinge, den Sparmarkenverkauf und die Organisation von eigenen Bereichen bei Schulveranstaltungen.

Des Weiteren unterstützt uns unser Schulverein auch finanziell, durch Anschaffung von Schulbüchern, die nicht über den Schuletat gekauft werden können, Computerzubehör, Software und Bastelmaterialien für den Kunstunterricht. Aber auch große Aufgaben werden vom Schulverein durch die Eltern gestemmt: 2008 erfolgte eine vom Schulverein finanzierte Teilrenovierung der Klassenräume, die zur Wohlfühlatmosphäre unserer Schule beiträgt. Ein Schallschutz schützt jetzt nicht nur die Kinderohren! Im Schuljahr 2009/2010 sorgte unser Schulverein, durch Elternmithilfe, für das Aufbringen von Spielfeldern auf den Schulhof und für einen echten Schulgarten, indem die Kinder in den Pausen spielen können. Neue Präsentationstafeln, eine Litfaßsäule und einen Baum hat der Schulverein für die Kinder im Schuljahr 2010/2011 angeschafft. Auch kleine Bänke für die Klassen wurden finanziert. Die farbenfrohe Flurgestaltung durch eine Mutter wurde im Schuljahr 2013/14 durchgeführt. Ebenso wurden brandschutzsichere Rahmen zur Präsentation der Kinderarbeiten in den Fluren vom Schulverein angeschafft und auch montiert. Auch bei unserem ersten Zirkusprojekt (2014/15) standen uns sowohl der Schulverein durch seine finanziellen Mittel als auch die fleißigen, helfenden Hände vieler Eltern vor Ort zur Seite.

3. Wie setzen wir unsere Ziele in die Praxis um?

3.1 Konzept der Schuleingangsphase in der KGS Lüttringhausen

3.1.1 Grundsatzüberlegungen zur organisatorischen Umsetzung

Die Schuleingangsphase besteht an unserer Schule aus jahrgangsbezogenen Klassen. Durch dieses Modell bleiben die Lerngruppen in der Eingangsphase gesichert und Klassengemeinschaften mit ihrem pädagogischen und sozialen Wert während der gesamten Grundschulzeit erhalten. Differenzierte Lernwege nach entsprechenden Förderplänen, sowie nach Tages- und Wochenplänen, Lernen an Stationen und Freiarbeit sind auch in Jahrgangsklassen sinnvoll durchzuführen.

Im Stundenplan der Eingangsphase sind nach Teamstunden verankert. Nach Absprache unter den Kolleginnen können einzelne Kinder auch am Unterricht der höheren, bzw. niedrigeren Klasse teilnehmen.

 

3.1.2 Information der Eltern in der Einschulungsphase

Beobachtungen von Auffälligkeiten am Anmeldetag, beim Sprachstandstest oder der Schulspielstunde werden umgehend mit den Erziehungsberechtigten beraten. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Informationsabenden findet im Mai/Juni ein Informationsabend für die Eltern der künftigen Schulneulinge im neuen Klassenverband mit den Klassenlehrerinnen statt.

 

3.1.3 Lernstands- und Förderdiagnostik vor der Einschulung

Bereits vor der Einschulung werden eine Menge Informationen über die Schulanfänger gesammelt, die eine recht genaue Lernstandsdiagnostik ermöglichen.

So finden bei der Anmeldung im Herbst längere und intensive Gespräche mit jedem Kind durch die Schulleiterin und die künftigen Klassenlehrerinnen statt, die einen detaillierten Eindruck des Sprachstandes vermitteln.

Alle Schulanfänger nehmen an einer Schulspielstunde teil. Systematische Beobachtungen durch zusätzliche Lehrkräfte ermöglicht das Erkennen von Defiziten in verschiedenen Wahrnehmungsbereichen.

Nach einer Evaluation der Schulspielstunde wird bei Auffälligkeiten ein "Runder Tisch" einberufen, an dem die künftige Lehrerin, die Erzieherin und die Eltern teilnehmen. Dies ermöglicht direkte Gespräche mit den zuständigen ErziehrInnen, die sich als sehr wertvoll erwiesen haben. Diese enge Kooperation mit den ErzieherInnen ist auch zur Erstellung individueller Förderkonzepte unerlässlich, so dass diese noch vor der Einschulung durchgeführt werden können.

Die Sport- und Spielstunde, an der alle Kinder teilnehmen, gibt Aufschluss über die motorischen Fähigkeiten. Außerdem kommen alle zukünftigen Schulkinder zu Besuch und nehmen an einer speziell auf sie zugeschnittenen Schulstunde teil. Unsere Schulneulinge sind auch zu unserer Weihnachtsfeier und zu Schulfesten eingeladen, um ihnen schon etwas Lust auf unser Schulleben zu machen.

 

3.1.4 Individuelle Förderungen in der Schuleingangsphase

Der Anfangsstundenplan ermöglicht den Schulneulingen eine schonende Eingewöhnung in den Schulalltag. Die Klassenlehrerinnen überprüfen den Entwicklungs- und Lernstand der Kinder, um individuelle Förderbedarfe festzustellen und Lernwege zu planen.

Anschließend werden die Kinder der 1. Klasse mit vergleichbarem Förderbedarf zusammengefasst und in Lerngruppen gezielt gefördert. Hierbei finden auch die Bereiche optische und akustische Wahrnehmung, sowie die Verbesserung der Konzentration und Feinmotorik besondere Beachtung.

In einzelnen Fällen können Kinder am Unterricht der höheren, bzw. niedrigeren Jahrgangsstufe teilnehmen. Sollte sich bei diesen Kindern die Mitarbeit in mehreren Fächern in dieser Stufe als sinnvoll erweisen, werden die Eltern auf die Möglichkeit der Vor- und Rückstufung hingewiesen.

 

3.1.5 Organisation der individuellen Verweilzeit in der Schuleingangsphase

Die gesetzlich vorgegebene Verweildauer von ein bis drei Jahren gilt auch bei jahrgangsbezogener Klassenbildung.

Die Entscheidung über die individuelle Lernzeit jeder Schülerin und jedes Schülers wird auf der Grundlage systematischer Beobachtung der Lernprozesse und Lernfortschritte getroffen. Begleitend finden Beratungsgespräche mit den Eltern statt.

Auf Antrag der Eltern ist ein Wechsel der Jahrgangsstufe jederzeit möglich. Die Entscheidung darüber wird am Ende der Jahrgangsstufenkonferenz 1/2 getroffen. Hierbei wird folgendes zugrunde gelegt:

  • Schülerinnen oder Schüler, die die Kompetenzerwartungen des 2. Schuljahres nicht erreichen, verbleiben ein drittes Jahr in der Eingangsstufe
  • Schülerinnen oder Schüler, deren kognitive Leistungen und soziale Kompetenz weit über dem Durchschnitt liegen, können mit Zustimmung der Eltern während der Schuleingangsphase in die nächst höhere Stufe wechseln.
  • Ein „sanfter“ Wechsel der Klassengemeinschaft wird durch stundenweise Besuche in der neuen Klasse vorbereitet.

 

3.2 Nahtstelle für den Übergang von Klasse 2 nach Klasse 3

Neben dem Erreichen der in den Richtlinien formulierten verbindlichen Anforderungen für die einzelnen Fächer ist uns für den kontinuierlichen Übergang von Klasse 2 in Klasse 3 auch wichtig, dass folgende Lernformen und Arbeitsweisen in den ersten zwei Schuljahren eingeübt bzw. angebahnt werden:

  • grundlegende Lernformen und Verhaltensweisen
  • soziale Umgangsformen pflegen
  • Regeln für Unterrichtsgespräche einhalten können
  • wöchentliche Lernzeitenpläne zuverlässig erledigen
  • gemeinsames Lernen in verschiedenen Sozialformen
  • soziale Dienste für die Gemeinschaft übernehmen
  • Arbeitsaufträge lesen und umsetzen können
  • problemlösungsorientiert arbeiten können (z.B. gezielte Fragen zu Arbeitsaufträgen stellen können, Bereitschaft zeigen, auch schwierige Aufgaben anzugehen)
  • Vertrauen haben in die eigenen Fähigkeiten, um selbstständig arbeiten zu können
  • Arbeitsergebnisse verlässlich kontrollieren können

 

3.3 Organisation der Klassenstufen 3 und 4

3.3.1 Lernen allgemein

In Klasse 3 und 4 legen wir zunehmend größeren Wert auf eigenständiges Lernen. Die Kinder übernehmen dafür sukzessive mehr Verantwortung. Durch fördernde und ermutigende Hilfe führen wir sie nach und nach zu systematischeren Formen des Lernens. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich ihrer Lernwege bewusst werden und sie verstehen, den Sinn von Lernwegen erkennen und die Möglichkeit haben, aus Fehlern zu lernen. So sollen sie zu einer realistischen Einschätzung ihrer Leistungsfähigkeit gelangen. Selbstverständlich setzt dies zielgerichtete Unterstützung von lernschwächeren und lernstärkeren Schülern voraus. In immer größerem Maße sollen die Schüler daher befähigt werden allein oder in Gruppen ergebnisorientiert selbst zu arbeiten und zuhörend vorgestellte Prozesse und Ergebnisse nachzuvollziehen.

 

3.3.2 Klassenlehrerprinzip

Die Klassenlehrerinnen der 3. und 4. Klassen unterrichten mindestens zwei Hauptfächer wie z.B. Deutsch und Sachunterricht oder Englisch in der eigenen Klasse. Nach Möglichkeit unterrichtet eine zusätzliche Kollegin mindestens ein weiteres Hauptfach, so ist die Beratung bezügl. der Schulformempfehlung noch umfassender. Der Unterricht findet im Klassenverband statt.

 

3.3.3 Übergang von Klasse 4 nach 5

Wir sind bestrebt, den Schülern und Schülerinnen den Wechsel nach Klasse 4 zu erleichtern, indem wir sie im eigenständigen Arbeiten und im Selbstwertgefühl stärken. Zum Beispiel müssen die Kinder sich in Klasse 4 in größerem Maße Informationen aus verschiedenen Quellen ( Nachschlagewerke, Internet, Bücherei) selbstständig beschaffen und nutzen.

Im Religions- und Deutschunterricht setzen sich die Kinder unter dem Aspekt „Abschied nehmen - einen Neuanfang wagen“ mit dem Thema „Wechsel auf eine andere Schule“ auseinander.

Gegen Ende des Schuljahres führen wir vor dem Übergang Gespräche mit den entsprechenden Lehrern der aufnehmenden Schulen.

 

3.4 Erfahrungen an außerschulischen Lernorten

Lernen wird von Kindern als sinnvoll erfahren, wenn es auch an außerschulischen Lernorten stattfindet.

 

3.4.1 Klasse 1+2

Das Lehrerteam 1/2 hat folgende Aktivitäten angeregt:

  • Besuch des Wuppertaler Zoos (mit Schwebebahnfahrt)
  • Besuch der Naturschule Grund
  • Besuch der Hygieneräume zum Thema Zahngesundheit im Gesundheitsamt
  • Besuch der Stadtteilbücherei zur Unterstützung der Lesemotivation
  • möglichst ein Theaterbesuch in der Adventszeit

 

3.4.2 Klasse 3+4

Das Lehrerteam 3/4 hat die folgenden Aktivitäten angeregt:

  • In Klasse 4 sollte eine Klassenfahrt von 3 Tagen stattfinden.
  • Im 3/4. Schuljahr sollte ein Unterrichtsgang mit heimatkundlichem Hintergrund, mindestens ein Museumsbesuch im naturkundlichen Bereich und ein Museumsbesuch oder Ausflug mit geschichtlichem oder künstlerischem Hintergrund stattfinden.
  • Zusätzlich zum Musikbegegnungsprogramm mit den Remscheider Symphonikern wird ein Theaterbesuch angestrebt.
  • Unsere Schule nimmt teil am Theaterprojekt gegen sexuellen Missbrauch „Mein Körper gehört mir“.
  • Wir beteiligen uns regelmäßig am Mathematikwettbewerb für Grundschulen.
  • Sportwettbewerbe wie S-Cup, Basketball, Schwimmen und Leichtathletik werden von uns regelmäßig wahrgenommen.

4. Das Förderkonzept der KGS Lüttringhausen

4.1 Ziele

Die Schule hat es sich zum Ziel gesetzt, vielseitige individuelle Förderangebote zu schaffen, dabei lern- und handlungsorientiert zu arbeiten (mit Kopf, Herz und Hand), insbesondere aber die vielfältigen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken und auszubauen, z.B. im musischen Bereich, im sportgesundheitlichen Bereich, im naturwissenschaftlichen Bereich, im umfassenden sprachlichen Bereich und natürlich auch im mathematischen Bereich. Drohendem Leistungsversagen wird die Schule unter frühzeitiger Einbeziehung der Eltern mit der Anwendung vorbeugender Maßnahmen begegnen. (siehe Kapitel Elternarbeit, Beratungskonzept)

 

4.2 Wie erreichen wir diese Ziele?

Die Förderung musisch interessierter und begabter SchülerInnen erfährt eine Umsetzung in vielfältiger Form. So nehmen die Kinder im Vormittagsbereich (anstelle 1 Sportstunde) im ersten und zweiten Schuljahr an unserem Tanzprojekt in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid teil. Des weitern können alle Kinder der Schule an unserem Projekt-Chor in Kooperation mit der Kirchengemeinde HL. Kreuz/Bonaventura teilnehmen. Dort werden Musicals geprobt und später öffentlich aufgeführt. Ebenso findet eine Blechbläser-AG allwöchentlich in unserem Schulgebäude statt. Der Besuch der Berg. Symphoniker ist eine weitere Gelegenheit, in Kontakt mit verschiedenen Instrumenten zu kommen. Zusätzlich besuchen die Kinder im 3. und 4.  Schuljahr ein Konzert im Theo-Otto-Theater. Alle Klassen sind außerdem mit einer Vielzahl von Orffschen Instrumenten ausgerüstet, die jederzeit eingesetzt werden können. Außerdem besteht für alle Kinder die Möglichkeit vormittags am Flötenunterricht teilzunehmen. Im Nachmittagsbereich gibt es durch die OGS weitere musische AGs, wie z.B. Tanzen und Trommeln.

Im naturwissenschaftlichen Bereich haben wir geeignetes Unterrichtmaterial (bes. Experimentierboxen) angeschafft, um individuelle Förderung der Kinder möglich zu machen (siehe auch AP SU). Zusätzlich laden wir externe Spezialisten ein, die den Kindern auch über das schulische Wissen hinausgehende naturwissenschaftliche Bereiche nahebringen. Der PC als geeignetes Arbeitsmittel steht hier in besonderem Maße zu Verfügung. Ebenso sind wir bempht, regelmäßig außerschulische Lernorte, wie z.B. die Naturschule Grund, das BayLab Wuppertal aufzusuchen.

Im sportgesundheitlichen Bereich bieten wir einen Sportförderkurs an, der von unserer Sportkollegin, die eine Zusatzqualifikation für diesen Bereich hat, durchgeführt wird. Dabei geht es ins Besondere um psychomotorische Trainingseinheiten. Auch die OGS hat in ihrem Nachmittagsprogramm einige BewegungsAGs, wie z.B. die Ballsport AG in Kooperation mit dem örtl. Sportverein.

Außerdem gibt es an unserer Schule eine S-Cup Mannschaft, die sich wöchentlich nachmittags zum Training trifft. Die Teilnahme an städt. Sportwettkämpfen ist selbststverständlich. (siehe auch AP Sport) Regelmäßig führen wir Sternwanderungen, Sport- und Spielfeste durch.

Im umfassenden sprachlichen Bereich ist das Angebot an die Kinder sehr vielfältig: es gibt Lesewettbewerbe, Fördermaßnahmen zum LRS, Projekte in Kooperation mit den Lütteraten (Stadtteilbibliothek) und mit dem örtl. Leibniz- Gymnasium. (siehe auch Leseförderkonzept, AP Deutsch) Zur besonderen Diagnose bei auftretenden Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich bedienen wir uns externer Fachleute, z.B. von der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid. Lesebegleiter (i.d.R. Mütter) stehen auch zur äußeren Differenzierung zur Verfügung. Der PC als geeignetes Arbeitsmittel steht hier in besonderem Maße zu Verfügung (z.B. Antolin, siehe auch Medienkonzept).

Die mathematischen Kompetenzen der SchülerInnen werden u. a. durch geeignete Fördermaßnahmen (siehe AP Mathe und durch die Teilnahme an Wettbewerben (z.B. Känguru) erweitert. Der PC als geeignetes Arbeitsmittel steht hier in besonderem Maße zu Verfügung (z.B. Blitzrechnen, ..., siehe auch Medienkonzept)

 

4.3 Die Förderung besonders begabter Kinder

Kinder verfügen in der Regel über eine Vielzahl von Begabungen. Man unterscheidet dabei zwischen SchülerInnen mit besonderen Begabungen in Teilleistungsbereichen und solchen, die über eine Vielzahl besonderer Begabungen und Fähigkeiten verfügen und als besonders oder hochbegabt gelten. Es ist uns ein selbstverständliches Anliegen, diese Talente möglichst früh zu erkennen und von Anfang an zu fördern. Die Kolleginnen sind daher bemüht, schon vor der Einschulung durch Beobachtungen und Gespräche mit Eltern und Erzieherinnen Erkenntnisse über besondere Veranlagungen, Fähigkeiten und Interessen zu gewinnen, um eine früh einsetzende Förderung anzubahnen.

 

4.4 Wie wird individuell gefördert?

Hier wird vorrangig das Prinzip der inneren Differenzierung eingesetzt, bei dem jedes Kind entsprechend seiner persönlichen Fähigkeiten Aufgaben zugeteilt bekommt, oder sich selbst aussuchen darf. Die offenen Unterrichtsformen unterstützen dieses Prinzip. Außerdem besteht immer die Möglichkeit, Kinder der Klasse in bestimmten Bereichen zu „Experten“ zu machen, so dass sie selbst anderen Kindern helfen können. Dadurch hat auch in einer großen Klasse eine Kollegin Zeit für ein Kind, welches mehr Zuwendung seitens eines Erwachsenen braucht.

Eine äußere Differenzierung ist nach Absprache im Jahrgangsteam ebenfalls immer wieder möglich, so dass Kinder in homogenen Lerngruppen zusammengefasst sind. Dabei ist es auch möglich, dass jahrgangsübergreifend gefördert wird, d.h. ein Kind kann bei Problemen am Förderunterricht des darunterliegenden Jahrgangs teilnehmen und bei besonderen Stärken am Unterricht des darüberliegenden Jahrgangs. In letzter Konsequenz führt das gelegentlich zu einem freiwilligen Rücktritt des schwachen Kindes in den darunterliegenden Jahrgang (der Gesetzgeber sieht z.B. einen dreijährigen Verbleib in der Schuleingansphase in besonderen Fällen ohne Anrechnung auf die Schullaufbahn vor) oder aber zum Wechsel in den darüberliegenden Jahrgang. Dies bedarf natürlich einer umfassenden Beratung aller beteiligten Kolleginnen und der Eltern des jeweiligen Kindes. Überhaupt ist ein enger Kontakt zwischen den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler und der Schule dringend anzustreben, um die bestmögliche weitere Förderung für jedes Kind zu erzielen.

Die Erstklässler erfahren in den ersten Schulwochen nach Möglichkeit eine stärkere äußere Differenzierung, damit sie den Wechsel von Kita zur Schule und die damit verbundenen strukturellen Veränderungen schneller verinnerlichen.

Unser Lernzeitenkonzept bedient die Forderung nach individueller Förderung eines jeden Kindes sehr konkret: Jedes Kind hat im Grunde verschiedene Aufgaben, je nach seinem eigenen Leistungsstand. (siehe Lernzeitenkonzept)

Die Förderung des Sozialverhaltens gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Die veränderte Lebenswirklichkeit unserer Kinder macht dies zwingend notwenig. So finden sowohl im Schulvormittag als auch am Schulnachmittag in der OGS verschiedene Sozialkompetenztrainings statt. Dabei bedienen wir uns auch externer Fachleute wie z.B. der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid, der Katholischen Jugendagentur gGmbH Wuppertal, der Polizei, der Theaterwerkstatt Mülheim „Mein Körper gehört mir“, ... Gemeinsam mit Mitarbeitern der OGS fanden auch Fortbildungen für einzelne Kolleginnen statt.

Um das Verantwortungsbewusstsein unserer Kinder täglich zu trainieren, gibt es die Patenschaften zwischen Klasse 1 und Klasse 4. Es gibt Klassendienste, die jedes Kind fordern und auch einen Spielzeugausleihdienst für die Hofpausen, der von den Kindern selbst verwaltet wird. Auch das neue Lernzeitenkonzept trainiert die Eigenverantwortung der Kinder. Durch die Aktion „Weniger ist mehr“ lernen unsere Kinder außerdem sich verantwortungsbewusst unserer Umwelt gegenüber zu verhalten. Dies alles ist auch immer wieder Thema in den einzelnen Fächern.

Über die vorschulische Förderung siehe Kapitel: Konzept der Schuleingangsphase an der KGS Lüttringhausen.

 

4.5 Unser besonderes Anliegen

4.5.1 Die Weiterentwicklung des Konzeptes zur „Individuellen Förderung von Jungen und Mädchen“ gemäß dem Gender-Mainstream

Über viele Jahre waren Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen bemüht, vor allem die Mädchen zu fördern und zu stärken, damit diese ihre Potenziale im Unterricht wie später im Leben besser entfalten können und die gleiche Anerkennung finden wie die Jungen. Gleichzeitig veränderten sich auch die Anforderungen an die Jungen in der Grundschule: Sie sollten insgesamt sanfter, gesprächsbereiter, rücksichtsvoller, kooperativer werden. Diese Bemühungen sind nach wie vor sinnvoll und wichtig, wenn sich verändertes modernes Rollenverständnis von Mann und Frau hin zu einer partnerschaftlichen Lebensweise durchsetzen soll. Allerdings berücksichtigten diese Bemühungen zu wenig die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Jungen und Mädchen.

Jungen lernen und entwickeln sich – besonders im Grundschulalter – anders als Mädchen. Sie lesen weniger, schreiben kürzere Texte und beteiligen sich mit eher kurzen Wortbeiträgen am Unterrichtsgespräch. Außerdem fordern sie uns häufiger zu besonderen erzieherischen Maßnahmen heraus als Mädchen. Mehr Jungen als Mädchen leiden an einem ADS-Syndrom (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom), mehr Jungen müssen eine Klasse wiederholen und nehmen an speziellen Fördermaßnahmen teil.

Inzwischen ist von den Jungen häufiger als den „Verlierern im Schulsystem“ die Rede, denn die Mädchen haben in ihren Leistungen die Jungen oftmals überholt und schließen ihre Schulzeit erfolgreicher als diese ab.

Es ist darum zwingend notwendig, den Blick auf die Jungen zu richten:

In der letzten Zeit wurden in der Psychologie die geschlechterspezifischen Verhaltensmuster und Entwicklungsmöglichkeiten der Jungen besonders erforscht. Die Biologie lieferte Untersuchungsergebnisse, die zeigten, dass sich die Gehirne von Jungen und Mädchen unterschiedlich entwickeln, was direkte Auswirkungen auf das Lernen in der Schule und auf die Verhaltensweisen im Umgang miteinander hat. Auch an unserer Schule sehen wir die besonderen Bedürfnisse, die sich bei Jungen und Mädchen bezüglich ihres sehr unterschiedlichen Lernens ergeben.

 

4.5.2 Ziele

  • Hinterfragen des Rollenverständnisses von Jungen und Mädchen, um eigenes Verhalten zu verstehen und fremdes Verhalten besser verstehen zu können.
  • Gelegenheiten schaffen, Gefühle wahrzunehmen und diese frei zu äußern im geschützten Raum der eigenen Geschlechtergruppe.
  • Aufarbeitung von Konflikten (z.B. Pausensituationen) in der eigenen Geschlechtergruppe.
  • Ausprobieren und Messen der eigenen Fähigkeiten zunächst im geschützten Raum der eigenen Geschlechtergruppe, dann aber auch in der gemischten Gruppe.
  • Individuellen Bedürfnissen von Jungen und Mädchen gerechter werden (z.B. Bewegungsdrang der Jungen, selbstvergessenes Lesen der Mädchen, usw.).

 

4.5.3 Erste Schritte, die an unserer Schule bereits getan werden

  • Individuelle Leseangebote für Jungen und Mädchen, mit einer großen Auswahl an Sachbüchern.
  • Die Einrichtung von PC-Arbeitsplätzen mit der Lernwerkstatt, die erfolgreiches Lernen mit einem pädagogisch wertvollen Strategiespiel belohnt.
  • Männliches Personal in unserer OGS.
  • Nach Möglichkeit "Bleib-Cool"-Training der Psychologischen Beratungsstelle Remscheid.
  • "Mein Körper gehört mir"-Theaterprojekt.
  • Tanzprojekt mit unserem Kooperationspartner, der Städt. Musik- und Kunstschule Remscheid.

 

4.6 „Bleib-Cool“ Projekt in Kooperation mit der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid

Ein Phänomen unserer Gesellschaft ist die zunehmende Gewaltbereitschaft in vielen Bereichen unseres Lebens. Davon sind leider auch Schulen betroffen, so dass wir uns als LehrerInnen immer öfter mit diesem Thema auseinandersetzen müssen. Unterstützung dabei erfahren wir von der Schulpsychologischen Beratungsstelle, die in den Klassen des dritten Schuljahres ein einwöchiges Training durchführt, um Gewalt vorbeugend zu begegnen.

„Bleib-Cool“ richtet sich deshalb an Schulklassen und Kindergartengruppen und ist ein Trainingsprogramm für den Umgang mit schwierigen Alltagssituationen. Dabei geht es um die Ursachen, Auslöser und Gelegenheiten für aggressives und gewalttätiges Verhalten von Kindern.

Das Ziel ist, die Kinder in Konfliktsituationen handlungsfähig zu machen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Das Training richtet sich an das Handlungsviereck von Täter – Opfer - Klasse/Gruppe – Institution. In diesem Handlungsviereck ist jeder in seiner Weise an der Entstehung von Gewalt beteiligt.

Die Klasse wird befähigt ihre Vorstellungen eines friedlichen Zusammenlebens zu verwirklichen. Die Kinder entwickeln eine Kultur des Hinschauens und trainieren die friedfertige Einmischung. Außerdem geht es um die Stärkung der Opfer und die Sensibilisierung der Täter.

Die Grundregel lautet: Niemand hat das Recht, den anderen zu beleidigen, auszugrenzen oder zu verletzen. Geschieht dies dennoch, erfolgt Konfrontation. Die Kinder nehmen Verantwortung für ihr Tun und müssen sich bei Regelverstößen rechtfertigen.

In Spielen, Wettkämpfen, Interaktions- und Konfrontationsübungen setzen sich die Kinder mit verschiedenen Rollen, mit Körpersprache, mit Gefühlen, der Selbst- und Fremdwahrnehmung, der Selbstbehauptung, der Hierarchie, der Normverletzungen und der Entstehung aggressiven Verhaltens auseinander.

Jede Trainingseinheit setzt sich aus vier Elementen zusammen:

  • Aufwärmspiele
  • Kampf- und Bewegungsspiele
  • Inhaltlicher Schwerpunkt
  • Entspannung

 

Zum Gelingen dieser Maßnahme ist auch wichtig, dass die Eltern über diese Maßnahme informiert sind und ihre Kinder begleitend bestärken und unterstützen können. Wir informieren unsere Elternschaft an den Klassenpflegschaftsabenden über das Projekt.

 

4.7 Chor-Projekt in Kooperation mit der Kirchengemeinde Hl. Kreuz

Der Organist Peter Bonzelet studiert mit unseren Schülerinnen und Schülern für unsere alljährlich stattfindene Weihnachtsfeier alle Musical-Lieder ein.

Warum ist gerade Singen so wichtig für Grundschulkinder?

Weil gemeinsames Singen ein intensives, gesundes körperliches und seelisches Erleben ermöglicht. Darüber hinaus fördert das Singen in der Gruppe die Sozialkompetenz und führt zu größerer Ausgeglichenheit. Hinzu kommt, dass das Singen die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn erhöht und die Kinder wacher und konzentrierter macht. Alles in allem: Singen ist super! Eingeladen sind alle Kinder der Schule! Voraussetzungen sind Lust am Singen und etwas Ausdauer! Wir freuen uns über jeden Mitsänger!

 

4.8 Tanzprojekt in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid

"Ich lobe den Tanz der alles fordert und fördert, Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele. Oh Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen." (Aurelius Augustinus)

Dieser schon sehr alten Einsicht folgend, konnten wir im Schuljahr 2009/2010 erstmalig die Musikschule Remscheid für eine Kooperation mit unserer Schule gewinnen.

Diese Kooperation sieht so aus, dass einmal wöchentlich eine Tanzpädagogin mit den Erstklässlern und/ oder den Zweitklässlern eine Schulstunde lang in der Turnhalle Musik in Bewegung umsetzt.

Musik und Tanz in der Schule – Warum ist das so wichtig?

Es gibt keinen von Natur aus unrhythmischen Mensch! Wir werden alle mit einem uns eigenen Rhythmus geboren. Unser Herz schlägt rhythmisch und wir atmen rhythmisch. Babys und Kleinkinder reagieren intensiv auf Musik noch ehe sie sprechen können. Die Musik lässt sie je nach Auswahl ruhig werden und einschlafen. Sie klatschen aber auch fröhlich mit oder wiegen sich zur Melodie. Musik berührt die Seele. Selbst im Erwachsenenalter gibt es kaum einen Menschen, der sich nicht durch Musik beeinflussen lässt. (z.B. Kaufhausmusik, Filmuntermalung) Zum einen ist der Wunsch, die Schwingungen der Musik mit Hilfe der Bewegung nachzuvollziehen elementar und zum anderen werden beim Tanz physische Aktivitäten mit emotionalen, kognitiven und sozialen Elementen verbunden. Darum greifen wir dieses naturgegebene Bedürfnis auf, um es für den Unterricht sinnvoll zu nutzen. Tanz trainiert mehr als nur den Körper!

Das Tanzprojekt verfolgt folgende Ansatzpunkte:

  • Körperbewusstsein schulen
  • Zugang zu klassischer Musik schaffen
  • Musiktheorie nahe bringen
  • den sozialen Aspekt berücksichtigen
  • Körperbewusstsein

 

Durch den Tanz lernen die Kinder ihren Körper kennen und lernen sich darin wohl zu fühlen. Sie können ihre eigenen Gefühle erkennen und ausleben. Dadurch werden sie aber auch sensibel gegenüber anderen. Sie können durch den Tanz ihre eigene Mitte finden nicht nur die körperliche sondern auch die geistige.

Bewegungsförderung wie Körperschulung, Koordination, Dynamik, Balance und Körperspannung sind wichtige Bestandteile der Gesundheitserziehung in der Schule. Ganz nebenbei fördert das Tanzen aber auch eine physiologisch gute Körperhaltung, den Muskelaufbau und das bewusste Atmen.

Zugang zur klassischen Musik

Die klassische Musik wird mit Begeisterung von Kindern aufgenommen. Das Besondere ist die Klangvielfalt, der Tempowechsel, die Eigendynamik. Sie vermittelt Gefühle, die man nachvollziehen kann und im Tanz bzw. in der Bewegung wiedergeben kann. Auf klassische Musik lassen sich Geschichten erfinden, die man tanzend erzählen kann. In der klassischen Musik gibt es Geschichten, die spannend sind und von Kindern gut nachzuvollziehen sind. (z.B. Moldau, Peter und der Wolf)

Musiktheorie

Ziel soll sein, Musik spürbar zu machen. Nicht nur mit den Ohren hören sondern Musik mit Körper und Seele hören. Jedes Musikstück kann in Phrasen aufgeteilt werden. Die Kinder sollen lernen, nicht unbedingt die Musik auszuzählen, sondern die Phrasen zu spüren und in Bewegung umzusetzen. Damit lassen sie die Musik in ihren Körper und auch in ihre Seele. Die Bewegung wird harmonisch, fließend, lebendig. Ihr Körper wird zu Musik.

Der soziale Aspekt

Das Wahrnehmen des eigenen Körpers, dessen Training und auch des Trainingserfolges stärken das Selbstbewusstsein des Kindes. Ein selbstbewusster Mensch kann auf andere Menschen zugehen, kann helfen oder lässt sich helfen. Die Kinder lernen Teil eines Ganzen zu sein. Wenn einer ausfällt, stimmt das Ganze nicht mehr. Jeder braucht jeden. Das fördert das Verantwortungsgefühl für die Gruppe, aber auch für sich selbst. (Gesundheitsbewusstsein) Gleichzeitig erfordert es Geduld zu haben mit Schwächeren oder mit sich selbst. Ruhe ist ein wichtiges Element im Tanz. Ruhe, als Ausgangspunkt für die bewusste gesteuerte Bewegung erfordert Disziplin und Konzentration. Menschen, die gelernt haben ruhig zu sein, sind auch aufnahmefähig und in der Lage gut zu kommunizieren.

 

4.9 Unser Lernzeitenkonzept

Hier stellen wir unser Lernzeitenkonzept in Form eines Flyers vor:

5. Konzept zur Gesundheitserziehung

5.1 Ziele

Die Gesundheitserziehung wird als gemeinsamer Erziehungsauftrag der Eltern und der Schule wahrgenommen. Ziel ist es, die Kinder zu einer gesunden Lebensweise zu erziehen und sie zu befähigen in der Zukunft für ihr eigenes körperliches, seelisches, geistiges und soziales Wohlergehen zu sorgen. Für alle in der Schule tätigen Personen soll sich die Schule zu einer „Gesunden Schule“ weiter entwickeln.

 

5.2 Grundsätze

  1. Die Gesundheitsförderung ist die gemeinsame Aufgabe aller am Schulleben beteiligten Personen. Sie soll sich positiv auf das Arbeiten und Leben der Kinder und der Erwachsenen in der Schule auswirken.
  2. Die schulischen Rahmenbedingungen müssen so eingerichtet werden, dass sie zur Gesunderhaltung beitragen.
  3. Gesundheitliche Bildung und Erziehung findet in allen Unterrichtsfächern statt und ist auch Aufgabe der offenen Ganztagsschule.
  4. Um Fehlentwicklungen zu vermeiden, muss immer wieder Präventionsarbeit geleistet werden.

Für die Nachhaltigkeit der Gesundheitserziehung muss durch fortlaufende Evaluation des Gesundheitskonzeptes und weiterführende Fortbildungen gesorgt werden.

 

5.3 Handlungsfelder

Auf dem Weg zu einer gesunden Schule haben wir folgende Handlungsfelder im Blick und setzen diese wie im Folgenden dargestellt um.

 

5.3.1 Bewegung und Entspannung

Wir halten konsequent an drei Sportstunden pro Woche in allen Jahrgängen fest. Diese werden (außer innerhalb des Schwimmunterrichts) in Einzelstunden erteilt, um eine möglichst hohe Frequenz des Sportunterrichts zu erreichen. Der Sportunterricht folgt den Erfordernissen des Lehrplanes NRW und deckt alle darin genannten Inhaltsbereiche ab (siehe Arbeitsplan Sport). Soweit es personell möglich ist, wird für die Kinder der Klassen 1 und 2 eine wöchentliche Sportförderstunde angeboten, die durch eine geschulte Lehrkraft geleitet wird.

Um den Kindern Spaß an Bewegung, Erfahrungen in verschiedenen Sportarten, aber auch den Aspekt des sportlichen Wettkampfs nahezubringen, nehmen Schüler und Schülerinnen unserer Schule regelmäßig an Sportwettkämpfen teil (Schwimmwettkampf in Klasse 4, Basketballtreff in Klasse 4, S-CUP für Klasse 3 und 4 mit vorherigem Training als AG-Angebot).

Für alle Kinder findet einmal pro Schuljahr ein Sportfest statt, dass zumeist den Bereich Leichtathletik abdeckt, aber in regelmäßigen Abständen auch andere Sportarten bedient (alle vier Jahre, jeweils zur Fußball-WM Fußball-Sportfest, Lauftag oder ähnliches). Um Freude an Sport und Bewegung unter dem Aspekt des Gemeinschaftserlebens zu stärken, führen wir auch einzelne Aktionen durch, wie zum Beispiel das Sommerfest im Jahr 2014, das als (in regelmäßigen Abständen stattfindene) Sternwanderung der ganzen Schule mit Eltern und Geschwistern stattfand. Wichtig ist darüber hinaus, Bewegung in den Schulalltag zu integrieren, um dem Bewegungsdrang der Kinder nachzukommen, aber auch um zu Bewegung anzuregen, wo diese zu selten ist. Darum werden in allen Jahrgangsstufen, insbesondere aber in den Klassen 1 und 2 immer wieder Bewegungspausen angeboten sowie Phasen der Bewegung in den Unterricht eingebaut. Für die großen Pausen stehen in unserer Garage zahlreiche Spielgeräte zur Verfügung, die jedes Kind mit seinem Spielausweis ausleihen kann. Außerdem bietet der Schulhof mit einem großen Klettergerüst, zwei Tischtennisplatten, Turnstangen, Balancierbalken sowie aufgemalten Spielen (Twister, Steinfußball, Dinospuren) vielfältige Bewegungs- und Spielanregungen. Für ebenso wichtige Phasen der Entspannung und Ruhe bietet unser Schulgarten mit Sitzgelegenheiten sowie des „Laufverbotes“ in diesem Teil des Außengeländes den nötigen Rahmen.

 

5.3.2 Ernährung

Das Thema „Gesunde Ernährung“ ist Thema des Sachunterrichts in allen vier Jahrgangsstufen (siehe Arbeitspläne Sachunterricht). Besonders im Herbst wird dieses Thema auch sehr praktisch umgesetzt: Zu wechselnden Schwerpunkten (z.B. Getreide, Apfel, Kartoffel) wird bis zum Erntedanktag in allen Klassen thematisch gearbeitet und an unserem Erntefest klassenweise Passendes zubereitet. So entsteht immer ein sehr reichhaltiges und buntes Erntebuffet, von dem alle gemeinsam gerne essen und sich die gesunde Kost schmecken lassen.

In der täglichen Arbeit unterstützen wird eine gesunde Ernährung der Kinder durch das Angebot des „Klassenwassers“: In jeder Klasse steht ein Kasten Wasser und für jedes Kind ein Becher, so dass zum Durststillen immer gesundes Wasser zur Verfügung steht. Ergänzend finden regelmäßige Aktionen statt, wie zum Beispiel eine Projektwoche zur gesunden Ernährung. Auch unsere OGS unterstützt diese Maßnahme: Sie hat den (zum Zeitpunkt der Anschaffung) in Remscheid einmaligen elektrischen Trinkwasserspender, der allen Hygienevorschriften entspricht.

 

5.3.3 Kenntnisse über Körper – den Körper gesund halten

Das Thema „Mein Körper“ findet sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Sachunterricht aller Jahrgangsstufen wieder (siehe Arbeitspläne Sachunterricht). In Klasse 4 kommt als Besonderheit der Sexualkundeunterricht hinzu, der ebenso Teil des Sachunterrichts ist.

In der täglichen Unterrichtspraxis achten die Kolleginnen auf regelmäßiges Lernen mit allen Sinnen, angepasste Stuhl- und Tischhöhe und besprechen mit den Kindern immer wieder nötige Maßnahmen der Hygiene im Alltag (Niesen in die Armbeuge, Hände waschen nach dem Toilettengang und vor dem Frühstück u.ä.). Alle unsere Klassenräume sind darüber hinaus schallgedämmt.

Ergänzend besucht uns der Schulzahnarzt in regelmäßigen Abständen, um mögliche Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen. Ein Besuch in den Hygieneräumen des Gesundheitsamtes wird zusätzlich durchgeführt.

 

5.3.4 Psychosoziale Gesundheit

Auch im Bereich der psychosozialen Gesundheit steht Prävention an erster Stelle. Hierfür sehen wir als grundlegenden aber auch als wichtigsten Punkt unsere Schul- und Pausenordnung, die ein friedliches und für alle entspanntes Zusammenleben gewährleisten solle.

Um eine grundlegende Wertschätzung der Schule als solche zu unterstützen, aber auch um eine positive Atmosphäre zu schaffen, legen wir viel Wert auf eine ansprechende Gestaltung der Klassenräume. Diese wurden erst im Jahr 2008 aufwendig durch unseren Schulverein renoviert. Fortlaufend wird das gesamte Gebäude möglichst ansprechend dekoriert und so sauber wie möglich gehalten. Dabei helfen als Teil unseres Erziehungsauftrages und zur besseren Identifikation mit der Schule die Schüler selber mit (Ordnungsdienste).

Prävention bieten die jeweils einwöchigen Kurse „Bleib Cool“, durchgeführt vom Schulpsychologischen Dienst der Stadt Remscheid in den dritten Klassen. Hier wird gruppenpädagogisch zum Thema Gewaltprävention und Konfliktlösungen gearbeitet. Bei besonderen Problemen im Bereich der psychosozialen Gesundheit von Kindern arbeiten wir mit dem Schulpsychologischen Dienst der Stadt Remscheid (Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern, Beratung von Lehrern) zusammen. Auch die Kooperation mit dem SPZ Remscheid bzgl. dort in Behandlung befindlicher Kinder wird praktiziert.

 

5.3.5 Sicherheit und Schutz

Im Bereich Sicherheit und Schutz der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler führen wir folgende Maßnahmen durch:

Verkehrserziehung: Die Verkehrserziehung ist Teil des Sachunterrichts vom ersten Schuljahr an und zieht sich durch die gesamte Grundschulzeit (siehe Arbeitspläne Sachunterricht). In Klasse 3 und 4 liegt hier der besondere Schwerpunkt auf dem Radfahrtraining in Kooperation mit der Polizei. Darüber hinaus nehmen wir jährlich an der Polizei-Aktion „Siehst du mich?“ zur Sensibilisierung für helle Kleidung im Winter und angepasste Fahrweise vor Schulen teil.

Missbrauch: Präventiv wird dieses Thema schon in den Klassen 1 und 2 behandelt, sehr sensibel und kindgerecht mit Hilfe der Bilderbücher von Veronica Ferres „Nein mit Fremden geh ich nicht“ und „Fass mich nicht an!“. Für die Jahrgangsstufe 4 wird jährlich das Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ vorgeführt. Zur konkreten Sicherheit der Kinder sind die Eingänge der Schule während der Schulzeit (außer während Pausen) nicht von außen zu öffnen.

Sicherheit im Internet: Auf Gefahren im Internet wird regelmäßig bei gegebenen Anlässen hingewiesen. Die Kinder der vierten Klassen bearbeiten den Internet-Lehrgang Comp@ss.

Unfälle: In allen Klassen sind die Notfallkontaktdaten der Kinder für die Lehrer zugänglich aufbewahrt. Wichtige Informationen zu Kindern mit besonderen Allergien hängen im Lehrerzimmer aus. Es ist ausreichendes Material zur Ersten Hilfe vorrätig, eine Liege steht für Notfälle bereit. Das Kollegium ist mit der Ersten Hilfe vertraut und bildet sich in regelmäßigen Abständen weiter.

Besonderheiten: Die Maßnahmen des Brandschutzes werden von der Brandschutzbeauftragen überwacht. Zweimal pro Schuljahr findet ein Probealarm statt.

Es liegen Pläne für den Fall eines Amok-Laufes und für den Fall einer Evakuierung der Schule vor. Diese sind dem Kollegium, den OGS-Mitarbeitern, der Hausmeisterin und der Polizei bekannt.

6. Unsere Kooperationspartner

Kath. Kirchengemeinde Hl. Kreuz und Bonaventura: Gottesdienste, Kontaktstunden, Chor-Projekt, Feste

Die Kitas des Ortsteils Lüttringhausen: Beratung Übergang, Hospitationen, gemeinsame Fobis, Planung Veranstaltung für Vorschulkinder und Erstklässler, Elternabend der 4-Jährigen, Feste (z.B. Vorschulkinder werden zu jährlich wiederkehrenden Festen und Feiern eingeladen)

GGS Adolf-Clarenbach, GGS Eisernstein: jährlicher gemeinsamer Martinszug

Naturschule Grund: Umwelterziehung

Städt. Musik- und Kunstschule: Tanz-Projekt

Sportvereine (im Rahmen der OGS): Bewegung

Stadtteilbibliothek Lüttringhausen: Vorlesen in Deutscher Sprache, Vorlesen in Italienischer Sprache, Bücherausleihe, Besuche

Kath. Jugendagentur gGmbH Wuppertal: OGS, Kultur und Schule (aktuell: Trommel-AG)

ASD Remscheid: Kindeswohl, Beratung von Eltern und Lehrern

Psychologische Beratungsstelle: Beratung für Eltern, Schüler und Lehrer, Bleib-Cool- Projekt

Gesundheitsamt der Stadt Remscheid: Zahngesundheit

Theaterwerkstatt Mühlheim: „Mein Körper gehört mir“, Kinder stark machen gegen Missbrauch und Gewalt, Warnung vor Internetkontakten

SPZ Remscheid: Beratung für Eltern, Schüler und Lehrer

Stadtsparkasse Remscheid: Geld-Projekt, Sparmarken, Wasser-Projekt

Örtl. Polizei: Verkehrserziehung, Prävention (z.B. Medienmissbrauch)

Bergische Symphoniker: Besuch in der Schule, Vorstellung von Instrumenten, Konzerte im Teo-Otto-Theater

Kooperation mit dem Fachdienst Umwelt, Klimaschutz und Abfallwirtschaft: Umweltschutz, Energiesparen, Luft-Güte (Co2-Gehalt), „Weniger ist mehr“

Städt. Leibniz-Gymnasium: Anbahnung einer Lesekooperation: erfolgreicher Erstversuch 26.11.2010

Jugendhilfe Remscheid „Die Schlawiner-e.V.“: Stadtteilkonferenz Lüttringhausen, Aktion Schau nicht weg (Gegen Gewalt unter Kindern und Jugendlichen)

7. Einsatz der neuen Medien im Unterricht

Die elektronischen Medien sind - ebenso wie die traditionellen – Hilfsmittel zum Lernen in allen Fächern der KGS Lüttringhausen. Es ist dem Kollegium ein besonderes Anliegen, die Schülerinnen und Schüler an den sinnvollen Umgang mit den neuen Medien heranzuführen und ihnen die Chancen der modernen Technik verfügbar zu machen.

 

7.1 Kassettenrekorder und CD Player

An den Umgang mit Kassettenrekordern und CD Playern sind viele Kinder beim Eintritt in die Schule bereits gewöhnt. Diese Geräte kommen in allen Klassen fast täglich zum Einsatz, nicht nur im Musikunterricht, sondern auch in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Kunst und Sport. Dabei geht es um Lieder, die den Lernprozess unterstützen und auflockern, oder sogar erst ermöglichen, wie z.B. beim Malen nach Musik, beim Tanzen und bei Bewegungsspielen. Auch zur Entspannung und zur Stärkung der Konzentration und der akustischen Wahrnehmung (Geräuschidentifizierungen) werden die CD-Kassetten-Player eingesetzt.

 

7.2 TV-DVD-Video-Anlage

Besonders im Englischunterricht spielt die TV-DVD-Video-Anlage eine wichtige Rolle, da der Lehrgang „Playway“ auf die Möglichkeiten der Darstellung in Bild und Ton zurückgreift (s. Englisch-Konzept).

Das Video zur bekannten „Schulweg-Hitparade“ von Rolf Zuckowski greift die wichtigen Inhalte der Verkehrserziehung auf. Vor allem in der Eingangsstufe kommt dieses Video zum Einsatz, in dem Kinder von Kindern lernen.

Beim Thema „Märchen“ können Vorlesen und Erzählen durch Videos ergänzt werden.

 

7.3 Computer und Zubehör

Lernen am Computer ist für die meisten Schülerinnen und Schüler sehr motivierend. Die Lernprogramme haben für sie einen ansprechenden Spielcharakter. Die Voraussetzungen, die die Kinder im Umgang mit dem PC mitbringen, sind sehr verschieden. An unserer Schule gibt es nur noch wenige, die zu Hause keinen Computer haben, oder diesen nicht benutzen dürfen. Viele Schülerinnen und Schüler sammeln unter Aufsicht der Eltern oder älterer Geschwister erste Erfahrungen mit Computerspielen, Lernprogrammen oder mit dem Internet. Andere wiederum können am Schulanfang mit ihren Spielen oder Lernprogrammen schon ganz selbstständig umgehen.

Um den Umgang mit Computern und die sinnvolle Nutzung des Internets zu erlernen, zu üben und das Gelernte in den Fächern anzuwenden, gibt es in sieben Klassenräumen unserer Schule Medienecken mit zwei PC-Anlagen und Drucker, einen Klassenraum mit einem PC (neben dem Computerraum, der bei Bedarf mit benutzt werden kann), sowie einen Computerraum mit sieben PC Anlagen (s. Inventarliste). Alle PCs verfügen durch den Linux-Server über einem DLS Internetzugang. Jeder Computer wird in der Regel von zwei Kindern gleichzeitig benutzt. Beide Plätze sind mit Kopfhörern ausgestattet, einer auch mit einem Mikrofon, so dass in ruhiger Atmosphäre gelernt werden kann und die anderen Mitschüler nicht gestört werden.

Damit die Kompetenzerwartungen der Lehrpläne so weit wie möglich erfüllt werden können, werden die Medien „PC“ und „Internet“ selbst zeitweise zum Gegenstand der Arbeit im Unterricht, und zwar von Klasse 1 an.

Um die Software zu den Mathematikbüchern „Welt der Zahl“ und „Das Zahlenbuch“ nutzen zu können, müssen die Kinder mit der Maus umgehen können, und eventuell ihren Vornamen schreiben und Zahlen eingeben können. Die Übungsformen dieser Software entsprechen im Wesentlichen denen der Bücher, bzw. bekannter Arbeitsblätter, so dass die Aufgabenstellung schnell erkannt werden kann.

Die folgenden Lernprogramme beschränken sich auch auf die o.g. Fertigkeiten:

  • Lernwerkstatt: Bereiche „Mathe“, „Wissen“, „Logik“, „Fremsprachen“ und Teile des Bereichs „Sprache“
  • Schreiblabor: Üben von Buchstaben und Lauten
  • Kalkmonster: Trainieren der Mengenwahrnehmung und der Zahlen
  • Don Cato: Die Rückkehr des Luchses

 

Die Einführung neuer Software oder des Internets kann über einen Beamer im Klassenverband erfolgen. An ersten Übungen können im Computerraum bis zu 14 (12 bei Internet) Kinder gleichzeitig teilnehmen.

Am Ende der Eingangsstufe sollen die Schülerinnen und Schüler der KGS Lüttringhausen auf der Tastatur umgehen können mit:

  • Buchstaben
  • Zahlen
  • Umschalttasten (Großbuchstaben, obere Schriftzeichen)
  • Leertaste für Zwischenräume
  • Enter/Eingabe: neue Zeile
  • Löschen links (Radiergummi)
  • Curser-/Pfeiltasten

 

Auf den Rechnern unserer Schule befindet sich das „Star Office“ Textprogramm, dessen Bildschirmgestaltung der des „Word“ Textprogramms sehr ähnlich ist, und das vermutlich auf den meisten PCs zu Hause zu finden ist.

Außerdem kann in der „Lernwerkstatt“ der Bereich „Freies Schreiben“ genutzt werden. Auch zum Üben und Verbessern der Rechtschreibfähigkeit kann die Arbeit am PC motivieren und beitragen. An unserer Schule mit den Lernprogrammen:

  • Lernwerkstatt: Bereich „Deutsch“
  • Fit in Deutsch: Rechtschreibung und Diktattrainer
  • GUT Rechtschreibprogramm

 

Je nach Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler wird die Nutzung der Rechtschreibhilfen des PC in den Klassen vermittelt. Wenn das Schreiben am PC weitgehend gelingt, wird das neue Medium zum Hilfsmittel für 39 weitere Lernprozesse, selbstständiges Lernen und Präsentationen von Ergebnissen.

In der Eingangsstufe - je nach Lesefähigkeit schon in Klasse 1 - lernen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Internetseite „Antolin“ kennen. Nach der Lektüre eines Buches – z.B. in den im Stundenplan festgelegten Lesestunden - können dort Fragen zum Text beantwortet werden. So können die Kinder feststellen, wie gut die Sinnentnahme des Gelesenen geklappt hat. Dazu benötigen die Kinder der Klasse 1 ggf. zunächst Hilfe beim Lesen der Fragen. Antolin motiviert viele Kinder zum Weiterlesen.

Außer mit „Antolin“ machen die Schülerinnen und Schüler in der Eingangsphase unter Anleitung erste Erfahrungen mit dem Internet (Kindersuchmaschinen s.u.), um Informationen zu finden über Tiere, Natur oder andere, für sie interessante Themen. Die Themen des Sachunterrichts bieten sich vielfach zur Internetrecherche an, als Möglichkeit der Informationsfindung, auch zur Ausweitung und Vertiefung der Lernbereiche.

An unserer Schule sammeln die Schülerinnen und Schüler ihre Informationen in folgenden Kindersuchmaschinen:

  • www.blinde.kuh.de
  • www.milkmoon.de
  • www.wasistwas.de
  • www.geolino.de

 

Um das bereits erworbene Wissen und Können im Umgang mit PC und Internet noch zu strukturieren und zu festigen, werden an der KGS Lüttringhausen im Laufe der Klasse 3 oder 4 der Computer und das Internet erneut zum Thema des Unterrichts. Die Schüler erarbeiten den Kurs von Alexa von Saucken und Manfred Glase, Solingen: Fit für den PCFührerschein.

Im Grundkurs werden die Teile des Computers thematisiert:

  • Diskettenlaufwerk
  • Stick
  • Rechner
  • Festplatte
  • Monitor
  • Scanner
  • CD Laufwerk
  • Maus
  • Lautsprecher
  • Disketten
  • CD/DVD (Brenner)
  • Tastatur

 

Außerdem wird zum Textverarbeitungsprogramm „Word“ die Symbolleiste erkundet, die der Symbolleiste von „Star Office“ gleicht. Folgende Funktionen werden erprobt:

  • Fett – Kursiv – Unterstrichen
  • deren Kombinationen
  • Schriftgröße
  • Drucken

 

Außerdem geht es um

  • den Eingang ins Internet (Internet Explorer, Mozilla Firefox),
  • die Orientierung auf einer Homepage
  • Internetadressen eingeben
  • Vor- und Rücktaste
  • Sicherheit im Internet und wichtige Regeln

 

Dieser Grundkurs soll möglichst von allen Kindern selbstständig erarbeitet werden. Dem letzten Punkt: „Sicherheit im Internet und wichtige Regeln“ kommt eine besondere Bedeutung zu und wird gemeinsam geklärt und besprochen. Leider fehlt es meistens an Lernzeit, so dass der Erweiterungskurs nur von einzelnen Schülern geschafft wird.

Zum Erweiterungskurs gehören folgende Themen:

  • Markieren und Schriftgröße verändern
  • Ausschneiden und an anderer Stelle einfügen
  • Kopieren und einfügen
  • auch mit Shortcuts: Markieren – Tasten Strg und c = kopieren - Tasten Strg und v = einfügen
  • Speichern auf einen Stick
  • Favoriten oder Lesezeichen im Browser
  • Kindersuchmaschinen
  • Ein eigenes E-Mail-Konto
  • E-Mails schreiben
  • E-Mails lesen
  • Bilder und Textteile aus dem Internet ausdrucken
  • Suchergebnisse aus dem Internet ins Schreibprogramm kopieren und speichern.

8. Wie geht es weiter?

8.1 Fortbildungsplanung

Die Fortbildungsplanung an unserer Schule richtet sich nach dem Bedarf, der sich aus der Arbeit mit den neuen Richtlinien ergibt und den besonderen Anforderungen, die sich aus VERA ergeben. Zunächst ist eine Fortbildung des Gesamtkollegiums zu Erste-Hilfe- Maßnahmen am Kind geplant. Des Weiteren soll eine Fortbildung zur Erstellung eines Leistungskonzeptes durchgeführt werden, damit die Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW noch besser umgesetzt werden können.